Rhodesian Ridgeback Rassestandard

FCI-Standard Nr. 146 (übersetzt von J. Eberhardt)
Standard erstellt von der Kennel Union des Südlichen Afrika und dem Simbabwe Kennel Club.

Ursprung:

Südliches Afrika

Verwendung:

Der Rhodesian Ridgeback wird noch immer zur Jagd von Wild in vielen Teilen der Welt verwendet, aber wird besonders geschätzt als Wachhund und Familienmitglied.

Klassifikation:

Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen.

Verhalten/Charakter:

Würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend, aber ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheu.

Kopf, Oberkopf, Schädel:

Sollte von mittlerer Länge sein. Breite zwischen den Behängen, Entfernung vom Hinterhaupt-stachel bis zum Stirnabsatz, vom Stirnabsatz zur Nasenspitze sollten gleich sein, flach und breit zwischen den Behängen, in entspannter Haltung keine Faltenbildung am Kopf.

Stop:

Der Stirnabsatz sollte recht gut markiert sein: Das Profil darf nicht in einer Geraden vom Hinterhauptstachel zur Nasenspitze verlaufen.

Nasenschwamm:

Die Nase sollte schwarz oder braun sein. Eine schwarze Nase sollte mit dunklen Augen, eine braune Nase mit bernsteinfarbenen Augen einhergehen.

Fang:

Der Fang sollte lang, tief und kräftig sein.

Lefzen:

Die Lefzen sollten straff sein und an den Kiefern anliegen.

Kiefer/Zähne:

Starke Kiefer mit einem perfekt schließenden und vollständigen Scherengebiss. Das heißt, dass die oberen Schneidezähne die untern Schneidezähne dicht übergreifen und senkrecht im Kiefer stehen. Die Zähne müssen gut entwickelt sein, besonders die Fangzähne.

Backen:

Keine Backen.

Augen:

Sollten mäßig weit voneinander eingesetzt sein, rund, klar und funkelnd, mit intelligentem Ausdruck. Ihre Farbe soll mit der Fellfarbe harmonieren.

Behang:

Sollte ziemlich hoch angesetzt sein, von mittlerer Größe, recht breit am Ansatz und sich zu einer abge-rundeten Spitze verjüngen. Er sollte am Kopf anliegend getragen werden.

Hals:

Sollte ziemlich lang sein, kräftig und ohne lose Kehlhaut.

Rücken:

Kraftvoll.

Lenden:

Stark, muskulös und leicht gewölbt.

Brust:

Sollte nicht zu breit sein, aber sehr tief und geräumig; der tiefste Punkt des Brustbeins sollte in Höhe des Ellenbogenpunktes liegen.

Vorbrust:

Sollte, von der Seite gesehen, sichtbar sein.

Rippen:

Mäßig gewölbt, niemals tonnenförmig.

Rute:

Am Ansatz kräftig, zur Rutenspitze hin allmählicher dünner werdend, nicht grob. Von mäßiger Länge, weder zu hoch getragen noch zu tief angesetzt, leicht gebogen getragen, aber niemals geringelt.

Vorderhand:

Die Vorderläufe sollten voll-ständig gerade sein, stark und mit kräftigen Laufknochen, die Ellenbogen am Rumpf anliegen. Von der Seite gesehen sollte der Vorderlauf breiter sein, als von vorn gesehen. Starke Vorderfußwurzelgelenke, Vorderfuß leicht geneigt gestellt.

Schultern:

Die Schultern sollten sich, schräg liegend, klar abzeichnen und, muskulös, große Geschwindigkeit erahnen lassen.

Hinterhand:

Die Bemuskelung der Hinterhand sollte schlank sein, die Knie gut gewinkelt, der Hintermittelfuß kurz.

Pfoten:

Rund, mit eng aneinander liegenden und gut gewölbten Zehen.

Gangwerk:

Mit gutem Raumgriff, frei und rege.

Haar:

Sollte kurz und dicht sein, glatt und glänzend im Aussehen, aber weder wollig noch seidig.

Farbe:

Hell weizenfarben bis rot weizenfarben. Ein wenig Weiß an der Brust und den Zehen ist statthaft, ausgedehnte weiße Behaarung hier, am Bauch oder oberhalb der Zehen ist unerwünscht. Ein dunkler Fang und dunkle Behänge sind statthaft. Zu viele schwarze Haar im ganzen Fell sind äußerst unerwünscht.

Größe:

Die erwünschten Widerristhöhen sind bei:
* Rüden 63,5 bis 69,5 cm
* Hündinnen: 61 bis 66 cm.

Gewicht:

* Rüden: 36,5 kg
* Hündinnen: 32 kg

Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.